Kick-off Veranstaltung zum Start des Gründerstipendiums mit Live-Demo

Am 25.4.2013 feierten wir gemeinsam mit der Universität Bonn, dem Fraunhofer IAIS sowie geladenen Gästen den Start des Gründerstipendiums. “Mit unserer Lösung Sales Intelligence möchten wir besonders dem B2B-Vertrieb dabei helfen, neue Vertriebschancen schneller zu erkennen und besser zu nutzen” sagt Dr. Andreas Schäfer von Implisense.

Freuten sich gemeinsam über den Såtart des EXIST-Gründerstipendiums (v.l.n.r.): Rüdiger Mull (Universität Bonn), Dr. Andreas Schäfer, Dr. André Bergholz & Hannes Korte (Implisense), Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS/Universität Bonn) © Fraunhofer IAIS
Freuten sich gemeinsam über den Start des EXIST-Gründerstipendiums (v.l.n.r.): Rüdiger Mull (Universität Bonn), Dr. Andreas Schäfer, Dr. André Bergholz & Hannes Korte (Implisense), Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS/Universität Bonn) © Fraunhofer IAIS

Eine Live-Demo der Sales Intelligence wurde erstmalig am Fraunhofer IAIS präsentiert – wir recherchierten auf Zuruf des Publikums nach Brauerein in Bonn. Die nächsten Brauereien wurden jedoch erst in Köln angezeigt. Hannes Korte demonstrierte dazu ein besonderes Feature der Sales Intelligence – die dynamische Index-Erweiterung. Damit ist es den Nutzern möglich, mit einem Knopfdruck den Index von Firmen gezielt zu erweitern, wenn es für ein Stichwort zu wenige Treffer gibt. Und tatsächlich, wenige Sekunden später tauchte das Bierhaus Machold in Bonn in den Suchergebnissen auf.

Ein weiteres brandneues Feature wurde ebenfalls dem Publikum vorgestellt. Wir recherchierten, wo es in Deutschland Firmen im Bereich Big Data gibt und zeigten mit einem Knopfdruck die Big Data hot spots als so genannte Heat Map an (siehe folgende Abbildung). Auf diese Weise lassen sich Cluster ähnlicher Firmen schneller entdecken als jemals zuvor. Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer IAIS und Professor an der Universität Bonn (Abteilung Informatik III), lobte die Geschäftsidee, gratulierte den Stipendiaten und dankte den Förderern, die Implisense von Beginn an mit großem Engagement unterstützt haben: “Mit herausragendem Technologie-Know-how, kreativen Ideen sowie der Unterstützung von Gründerinitiativen und des BMWi ist es dem Team gelungen, das Vorhaben Implisense auf den Weg zu bringen. Ich freue mich sehr, dass wir diese innovative Geschäftsidee aus dem Fraunhofer IAIS heraus und in Kooperation mit der Universität Bonn nun bei ihrer Entwicklung zu einem marktfertigen Produkt begleiten können.”

 

Hier ist die offizielle Pressemitteilung über den Informationsdienst Wissenschaft

 

Premiere der Sales Intelligence in Berlin

K_B

Auf dem Kongress und der Messe Junge IKT-Wirtschaft in Berlin präsentieren wir erstmalig die Sales Intelligence für B2B. Wir freuen uns darauf, Ihnen die erste Live-Demo zu zeigen und gemeinsam zu diskutieren, wie die Sales Intelligence Mehrwerte durch intelligente Text-Analyse von Webseiten für Vertrieb und Marketing generiert. Anmeldungen sind kostenfrei unter www.kongress-junge-ikt.de möglich. Wir freuen uns auf interessante Gespräche mit Ihnen und den über 60 Startups, die ebenfalls dort ausstellen.

Auf dem Thementag Big Data

Am 10. Dezember 2012 waren wir beim Thementag Big Data im THESEUS-Innovationszentrum in Berlin. (Disclaimer: Wir waren an der Durchführung der Veranstaltung sowie der Durchführung der Innovationspotenzialanalyse und Entwicklung der Experimentierplattform beteiligt). Obwohl Bahnen aufgrund von Bäumen auf den Gleisen nicht fuhren, ein unangekündigter Warnstreik des Sicherheitspersonals an großen Flughäfen in Deutschland die Anreisesituation kaum entspannte, waren rund 40 Personen anwesend, um die Potenziale von Big Data in der deutschen Wirtschaft zu erfahren.

Thementag Big Data im THESEUS Innovationszentrum Berlin
Thementag Big Data im THESEUS Innovationszentrum Berlin

Vorträge waren u.a.:

Abschließend fand eine Podiumsdiskussion mit dem Thema “Wie geht es weiter mit Big Data in Deutschland?” statt.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Dr. Daniel Jeffrey Koch (Fraunhofer ISI), Klaas Bollhöfer (Unbelivable Machine), Dr. Alexander Tettenborn (BMWi), Prof. Dr. Wrobel (Fraunhofer IAIS), Jörg Blumtritt (Datarella).
Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Dr. Daniel Jeffrey Koch (Fraunhofer ISI), Klaas Bollhöfer (Unbelivable Machine), Dr. Alexander Tettenborn (BMWi), Prof. Dr. Wrobel (Fraunhofer IAIS), Jörg Blumtritt (Datarella).

Hier einige take-aways in random-order:

  • Big Data ist primär ein Kind der Kostenregression (sinkende Speicherkosten)
  • Das Interesse an Big Data scheint durch alle Branchen hinweg da zu sein
  • Öffentlich bekannte Anwendungen von Big Data sind in Deutschland (noch) Mangelware, als “Killer-App” dienen immer noch Google, Amazon, Facebook, die sind allerdings auch wirklich jedem bekannt
  • Vielen Unternehmen ist noch zu wenig bekannt, welche neuen Fragen man mit Big Data beantworten könnte, daher ist zuweilen von altem Wein in neuen Schläuchen die Rede
  • Qualitativ neue Anwendungen entstehen mit Hilfe von Big Data, nicht allein Effizienzsteigerungen bisheriger Lösungen
  • Da mittlerweile weder Tools noch Daten eine Mangelware darstellen, scheint die Kreativität in der Auswertung die knappe Ressource zu sein
  • Business-Case-Kalkulationen sind im gegenwärtigen Stadium von Big Data ähnlich vorrätig, wie zu Zeiten des Internets Ende der neunziger Jahre
  • Meist genügt bereits eine intelligente Analyse existierender Daten, um neue wertvolle Einsichten für das eigene Geschäft zu liefern, selbst bei kleinen Firmen
  • Wenn belastbaren Kalkulationen noch nicht vorhanden sind, ist unternehmerische Pionier-Arbeit gefordert. Das ist allerdings nicht für jeden Entscheider und jede Branche gleichermaßen attraktiv.
  • Deutliches Zeichen für Handlungserfordernisse bestehen, wenn ein Wettbewerber aus der Branche öffentlich seinen Big Data Einsatz beschreibt
  • Effizientes Unternehmensmanagement, Massenindividualisierung von Dienstleistungen sowie intelligente Produkte sind Big Data Chancen für alle Branchen
  • Man soll die Analytik in die Prozesse einbringen, direkt zu den Endanwendern, auf den “shop floor”. Meister werden künftig immer häufiger fragen, ob es zu einem neuen Sachverhalt auch die entsprechenden Daten gibt und Analysen anstellen
  • Schwierig wird es dann, eine veränderte Unternehmenskultur zu erzeugen, die datengetrieben ist und bestehendes Deutungswissen in Frage stellt
  • Open Source und Open Data stehen im Fokus von Handlungsempfehlungen an die Förderpolitik
  • Security- und Privacy-by-design könnten Big Data Lösungen aus Deutschland in der Attraktivität steigern lassen
  • Eine Big Data Experimentierplattform soll das Ausprobieren sowohl von Open Source als auch kommerziellen Lösungen vereinfachen und wird auf der CeBIT 2013 präsentiert
  • Die Experimentierplattform nutzt u.a. den Common Crawl Datenbestand, der einige Milliarden internationale Webseiten enthält und Anwendungen ermöglicht, die batch- und speed-Abfragen benötigen
  • Weitere Datenmarktplätze werden entstehen, die öffentliche Daten (Open Data) aufbereiten und durch exklusive Daten anreichern und so in Wert setzen
  • Übliche Preismodelle für Datenmarktplätze scheinen bei Fremium sowie kontingentierten Flatrates zu liegen, pay-per-transaction ist eher unüblich

Zwar wird man in einigen Jahren vermutlich nicht mehr den Begriff Big Data verwenden, jedoch wird die Nutzung von großen, unterschiedlichen und stark veränderlichen Datenmengen in sehr viel mehr Prozesse, Dienstleistungen und Produkte einfließen.

Bezogen auf die drei vorgestellten Chancenfelder heißt das für Implisense:

  1. Effizienteres Unternehmensmanagement durch Big Data: Unternehmen können ihre bisherigen Prozesse effizienter gestalten, wenn sie wiederkehrende Rechercheaufgaben zu Geschäftskunden, Partnern und Wettbewerbern an spezialisierte Big Data Dienstleister wie Implisense auslagern. Sie gewinnen dadurch Zeit für das frühzeitigere Handeln.
  2. Massenindividualisierung durch Big Data: Unternehmen erhalten Rechercheangebote, die sich während der Nutzung auf ihre Erfordernisse hin anpassen. Die Suchfunktionen zum Finden von Kunden und die Benachrichtigungsfunktionen zum Binden von Kunden lernen während der Nutzung durch die Anwender, welches besonders gute Kunden auszeichnet und wann eine Kontaktierung besonders gut funktioniert. Dadurch kann die Software künftig noch bessere Vorschläge für weitere, ähnliche Kunden unterbreiten und das Timing-Problem in der B2B-Kundenansprache verbessern.
  3. Intelligentere Produkte durch Big Data: Unternehmen können ihre Produkte “intelligenter” gestalten, in dem sie Datendienste von Implisense dazu nutzen, ihre eigenen Produkte intelligenter zu gestalten. Z.B. könnten Versicherer oder Banken ihre Produkte durch externe Datendienste anreichern und dadurch automatische Reaktionen auslösen. Kunden würden nur bemerken, dass sie sehr aufmerksame Anbieter gewählt haben, die sie in allen Geschäftssituationen betreuen wollen.

“Big Data is here to stay” ist eine Kernaussage von Prof. Dr. Wrobel und sie schien von allen Anwesenden im Raum geteilt zu werden. Optimistisch blickten daher die Teilnehmer der Podiumsdiskussion in die nahe Zukunft, dass Deutschland vielleicht ein wenig länger über den richtigen Einsatz von Big Data nachdenkt, aber dann richtig umsetzt.

Implisense auf dem 7. Nationalen IT-Gipfel

Wir waren der Einladung des BMWis gefolgt, uns auf dem 7. Nationalen IT-Gipfel mit VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu vernetzen. Der Gipfel stand unter dem Motto “digitalisieren_vernetzen_gründen” und hatte als besonderen Schwerpunkt schnell wachsende IT Startups. Im ersten Moment staunt man über die hohe Präsenz an Spitzenpolitikern, denen man Schritt und Tritt begegnet. Hier kann man mächtigen Netzwerken bei der Arbeit zuschauen, Grundlagen für die IT-gestützte Gesellschaft von morgen zu legen. Grundlagen, die so komplex und aufwändig sind, dass weder Politik noch Wirtschaft und Wissenschaft diese alleine realisieren könnten. Breitband, Cloud Computing, semantische Technologien sind zentrale Bestandteile davon. Und ohne diese Grundlagen wären auch Gründungen wie Implisense in Deutschland nicht denkbar. Der Blick auf die angekündigten Förderschwerpunkte wie Industrie 4.0 zeigen plausible Ziele auf, auch künftig mit einem starken Mittelstand weltweit konkurrenzfähig zu bleiben. Wir haben den Gipfel mit einem guten Gefühl verlassen. Und ein Abschiedsfoto gab es auch noch.

Fotoshooting mit der Bundeskanzlerin Merkel, Bundesminister Rösler und Vertretern aus Wirtschaft und Politik in der Young IT and Investors Lounge.
Fotoshooting mit der Bundeskanzlerin Merkel, Bundesminister Rösler und Vertretern aus Wirtschaft und Politik in der Young IT and Investors Lounge. © BMWi