Ist größer immer gleich besser? Natürlich nicht – das wissen nicht zuletzt die Lenker von erfolgreichen Start-ups und KMUs. Denn in einer schnelllebigen Welt haben diese den Big Playern ihrer Märkte häufig einiges an Agilität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit voraus, alle samt Eigenschaften, die für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen immer wichtiger werden. Nicht von ungefähr tendieren mittlerweile auch etliche Großkonzerne dazu, ihre interne Struktur in kleinere Units aufzusplitten, die der Agilität von kleinen und mittelständischen Unternehmen näher kommen sollen.

Doch um diese Flexibilitätsvorteile auch tatsächlich in der Praxis ausspielen zu können, müssen auch KMUs ganzheitliche Ansätze finden, um ihre Prozesse, ihre Geschäftsmodelle und ihre gesamte DNA zu digitalisieren. Denn bis heute wird das von nicht wenigen Inhabern und Geschäftsführern falsch verstanden. Digitalisierung ist nämlich nicht gleich Digitalisierung. Es gibt mehrere Stufen dieses Prozesses – und allzu viele der deutschen KMUs sehen diesen viel zu früh als abgeschlossen an. Dabei belegen Studien, dass diejenigen, die auf einen ganzheitlichen Digitalisierungsansatz setzen, langfristig die besseren Karten haben. Deutlich wird das, wenn wir uns die Problematik im Englischen ansehen, das mehrere Begriffe für das kennt, was wir hier in der Regel als Digitalisierung bezeichnen.

Digitalisierung: KMUs im Wandel

Digitization

Der erste Schritt einer jeden Digitalisierung ist das Überführen von Analogem ins Digitale. Sehr einfach ausgedrückt also das Ersetzen von Papier durch Computer, von Ordnern durch Server und Clouds. Dokumente, Formulare und Abläufe, die früher manuell bearbeitet werden mussten, werden nun „digitalisiert“. Die dahinterliegenden Prozesse aber ändern sich nicht grundlegend. Diesen Schritt haben die meisten der KMUs bereits genommen.

Digitalization

Der nächste Schritt betrifft dann auch die Prozesse und Aufgaben. Diese werden – insbesondere durch Technologien zur Automatisierung – weiterentwickelt oder sogar ganz neu durchdacht. Ziel ist es, das bestehende Businessmodell zu optimieren und die Abläufe im Unternehmen effizienter zu gestalten. Für nicht wenige KMUs ist das der Inbegriff von Digitalisierung. Doch dieser Ansatz greift noch immer sehr kurz.

Digital Transformation

Der Begriff „Digitale Transformation“ ist auch im Deutschen zunehmend gebräuchlich, wird aber hierzulande zu oft ebenfalls auf die ersten beiden Schritte bezogen. Dabei geht es bei einer echten digitalen Transformation vielmehr darum, mithilfe digitaler Techniken neue Geschäftsfelder und Potenziale zu erschließen, die ohne diese nicht möglich gewesen wären. Die Transformation greift also über die reine Optimierung des Bestehenden hinaus und hat zum Ziel, durch das ganzheitliche Neu-Denken der gesamten Unternehmens-DNA echte Mehrwerte und neuartige Geschäftschancen zu generieren.

Genau das muss das Ziel eines jeden Unternehmens sein, wenn es ernsthaft und langfristig von der Digitalisierung profitieren will. Agieren statt reagieren. Und genau in diesem Prozess können KMUs ihre Stärken gegenüber größeren Organisationen erstaunlich klar ausspielen. Weil sie ihn sehr viel schneller und konsequenter umsetzen können – aber eben nur, wenn sie es damit wirklich ernst meinen.

Es gibt übrigens noch eine vierte Ebene des Digitalisierungsbegriffs:

Digital Business

Die Digitalisierung zu nutzen kann natürlich auch bedeuten, die eigene Digitalkompetenz zum Geschäft zu machen. Auch das sind Geschäftsmodelle, die früher nicht denkbar gewesen wären. Diese Option ist aber freilich längst nicht für alle Unternehmen eine ernsthafte Option und steht daher etwas neben den drei zuvor genannten.

Digitalisierung ist also nicht gleich Digitalisierung. Zu häufig betrachten KMUs nur einen Teil dieses Prozesses – und geben damit ein gewichtiges Pfund im Wettbewerb mit großen Playern aus der Hand. Mit einem ganzheitlichen Digitalisierungsansatz dagegen können Sie Ihre geringere Größe und die daraus resultierende Agilität zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden lassen.

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