Im April 2018 war es wieder soweit. Nach dem erfolgreichen Hackathon 2017 auf Mallorca ging es in diesem Jahr auf den afrikanischen Kontinent, genauer: in die Stadt Marrakesch.

Blick von der Dachterasse auf die verschneiten Gipfel des Atlas-Gebirges

Blick von der Dachterasse des Implisense-Riads auf die verschneiten Gipfel des Atlas-Gebirges

Marrakesch wird aufgrund der vielen Paläste auch als „Perle des Südens“ beschrieben; vom Stadtführer eher als Stadt der Filmstars und Taschendiebe. Wir meinen, da fehlen die “Hacker” in der Stadtbeschreibung!

Von Berlin ging es in ca. fünf Stunden mit Ryanair nach Marrakesch. In einem traditionellen marokkanischen Haus in der Altstadt schlugen rund zehn MitarbeiterInnen der Implisense mit Laptops, Netzwerktechnik und vielen Ideen im Gepäck das Lager auf. Zur Begrüßung gab es marokkanischen Whiskey – der in Marokko typische Pfefferminztee.

Ein Hackathon bei Implisense ist eine mehrtägige Veranstaltung, in der die Teilnehmer an selbst definierten Ideen kreativ arbeiten und versuchen, durch Programmierung ein ausführbares Ergebnis zu erzielen. Ein wichtiger Nebeneffekt ist der gemeinsame Wissenstransfer.

Aufnahmen während des Hackathons im Riad

Aufnahmen während des Hackathons im Riad

In sechs Kleingruppen wurden technische Entwicklungen in den Unternehmensbereichen Marketing, Frontend, Backend und Datenanalyse umgesetzt. Exemplarische Entwicklungen sind: Echtzeit-Dashboards für Erfolgskennziffern im Marketing, Clustering-Ansätze für große Kundenbestände, Automatisierung der Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Container-Anwendungen, Verteilte Kommunikationsarchitekturen am Beispiel von Apache Flink, Kubernetes/Kontena/Apache Pulsar sowie Visualisierungsbibliotheken für zeitbezogene und hierarchisch organisierte Datenbestände.

Nach der Eingewöhnung an das kontinentale und im April durchaus kühle Klima von Marrakesch, die regelmäßigen Rufe der Muezzins, Ausblicke auf schneebedeckte Berggipfel des Atlas-Gebirges und das orientalische Flair der Altstadt ging es zum Kopf-frei-machen in die Wüste. Im Scarabeo-Camp, ca. 45 Minuten von Marrakesch entfernt, ließen wir die weite Landschaft der Steinwüste auf uns wirken.

Ausflug in die Agafay-Wüste nahe Marrakesch

Ausflug in die Agafay-Wüste nahe Marrakesch

Das Diskutieren und Programmieren wurde in Marrakesch auf angenehme Weise durch Vor-, Zwischen- Haupt- und Zusatzmahlzeiten strukturiert. Ein abendliches Highlight waren jeweils die Vorstellung der erreichten Ergebnisse. Mal überraschend, mal witzig, zuweilen abstrakt und manchmal ging gar nichts. Wie das die Demo-Götter eben so wollen.

Ein Höhepunkt war das Thema Clustering großer Kundenbestände. In drei Gruppen wurde mit jeweils unterschiedlichen algorithmischen Ansätzen, aber identischen Datenbeständen versucht, ein Clustering zu erzeugen, welches einige tausend Beispielkunden in möglichst homogene Subgruppen unterteilt. Bonuspunkte gab es für eine nachvollziehbare Visualisierung der berechneten Cluster. Auf der Wow-Skala konnte das komplexeste Verfahren punkten, welches nach einem Training von Wortvektor-Modellen in sinnhafte homogene Cluster unterteilen konnte. Ein nützlicher Ansatz, um etwa im Bestandskundenmarketing smarter zu segmentieren.

Abendlicher Blick vom Dach zur Koutoubia-Moschee

Fazit

Marrakesch war der Ort des diesjährigen Hackathons von Implisense. Die Stadt ist von Berlin aus mit fünf Stunden in gerade noch akzeptabler Zeit zu erreichen. Das orientalische Flair und die komfortable Unterkunft boten ein ideales Umfeld für spannende Entwicklungen. Zu den wichtigsten Themenfeldern des diesjährigen Hackathons gehörten Fragen der Containerization, verteilter Datenflüsse sowie des Clusterings und der Visualisierung großer Datenbestände.

Fragen zum Format oder den Ergebnissen? E-Mail gerne an hello@implisense.com. Bei künftigen Hackathons mit dabei sein? Offene Stellen gibt es hier.  

Bildnachweise: Fotos von A. Schäfer 2018