Ausgezeichnet: Sieger in der Kategorie CRM beim INNOVATIONSPREIS-IT 2013

Signet Sieger CRM 2013 beim INNOVATIONSPREIS-IT 2013Die Lösung Sales Intelligence wurde zum Gewinner in der Kategorie CRM der Initiative Mittelstand gekürt. Diese Initiative schreibt seit 2004 zur CeBIT einen Preis aus für innovative, mittelstandsgeeignete IT-Lösungen mit hohem Nutzwert. Insgesamt 4.900 eingereichte Bewerbungen hat die Fachjury aus 100 Professoren, Wissenschaftlern, Branchenvertretern, IT-Experten und Fachjournalisten begutachtet. Ihr Fazit: Die IT-Lösung ist innovativ, praxisrelevant und speziell für mittelständische Unternehmen geeignet. Der BFI Mobile GmbH & Co. KG sowie der maytec.net GmbH möchten wir ebenfalls zu Ihrer Nominierung in der Kategorie CRM gratulieren.

Feature_MobileInterface
Einfacher Kunden finden und Binden mit der Sales Intelligence für das B2B CRM.

Zur Lösung:
Die Sales Intelligence liefert tägliche B2B-Vertriebschancen für das CRM. Eine Suchmaschinentechnologie erkennt firmenbezogene Ereignisse, die auf mögliche Unterstützungsbedarfe hinweisen. Vertriebsmitarbeiter erhalten die Ereignisse inkl. Firmenadresse auf das Smartphone oder per API in das CRM geliefert. Dadurch kann der Vertrieb gezielter akquirieren.

Zum Nutzen:
Firmenkunden erwarten heute Lösungen, die zu den aktuellen Kundenbedürfnissen passen. KMU wissen häufig jedoch nicht, welcher Bedarf gerade vorliegt. Mit der Sales Intelligence wissen KMU, welche Firmen gerade einen Unterstützungsbedarf haben, ohne unnötig recherchieren zu müssen.

Mehr Informationen zur Anwendung der Sales Intelligence im Rahmen der Kundengewinnung und Kundenbindung finden Sie hier.

Drei neue Beispiele für das Wissen, was den Markt bewegt

In unregelmäßigen Abständen führen wir explorative Analysen auf unseren Datenbeständen durch. Wir wollen dadurch besser verstehen, was die Firmenlandschaft in Deutschland bewegt und Ihnen einen Eindruck vermitteln, welche Art von neuen Analysen auf Basis öffentlich verfügbarer Datenbestände mit Big Data Analytics möglich sind. Hier die letzten drei Beispiele für das Wissen, was den Markt bewegt:

Wie viele Ereignisse mit Stichtag gab es zu den rund 2 Mio. Firmen aus dem Handelsregister in 2012?

Wie verteilen sich 3,8 Millionen Betriebe auf Deutschlands Kreise und kreisfreie Städte?

Welche statistisch signifikanten Begriffe sind in einer Branche vertreten?

Möchten Sie auch besser verstehen, was die deutsche Firmenlandschaft bewegt? Wüssten Sie gerne genauer, was in Ihrer Branche passiert? Möglicherweise können wir das schnell für Sie herausfinden. Schreiben Sie uns, wir lesen gerne von Ihnen.

Auf dem Thementag Big Data

Am 10. Dezember 2012 waren wir beim Thementag Big Data im THESEUS-Innovationszentrum in Berlin. (Disclaimer: Wir waren an der Durchführung der Veranstaltung sowie der Durchführung der Innovationspotenzialanalyse und Entwicklung der Experimentierplattform beteiligt). Obwohl Bahnen aufgrund von Bäumen auf den Gleisen nicht fuhren, ein unangekündigter Warnstreik des Sicherheitspersonals an großen Flughäfen in Deutschland die Anreisesituation kaum entspannte, waren rund 40 Personen anwesend, um die Potenziale von Big Data in der deutschen Wirtschaft zu erfahren.

Thementag Big Data im THESEUS Innovationszentrum Berlin
Thementag Big Data im THESEUS Innovationszentrum Berlin

Vorträge waren u.a.:

Abschließend fand eine Podiumsdiskussion mit dem Thema “Wie geht es weiter mit Big Data in Deutschland?” statt.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Dr. Daniel Jeffrey Koch (Fraunhofer ISI), Klaas Bollhöfer (Unbelivable Machine), Dr. Alexander Tettenborn (BMWi), Prof. Dr. Wrobel (Fraunhofer IAIS), Jörg Blumtritt (Datarella).
Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Dr. Daniel Jeffrey Koch (Fraunhofer ISI), Klaas Bollhöfer (Unbelivable Machine), Dr. Alexander Tettenborn (BMWi), Prof. Dr. Wrobel (Fraunhofer IAIS), Jörg Blumtritt (Datarella).

Hier einige take-aways in random-order:

  • Big Data ist primär ein Kind der Kostenregression (sinkende Speicherkosten)
  • Das Interesse an Big Data scheint durch alle Branchen hinweg da zu sein
  • Öffentlich bekannte Anwendungen von Big Data sind in Deutschland (noch) Mangelware, als “Killer-App” dienen immer noch Google, Amazon, Facebook, die sind allerdings auch wirklich jedem bekannt
  • Vielen Unternehmen ist noch zu wenig bekannt, welche neuen Fragen man mit Big Data beantworten könnte, daher ist zuweilen von altem Wein in neuen Schläuchen die Rede
  • Qualitativ neue Anwendungen entstehen mit Hilfe von Big Data, nicht allein Effizienzsteigerungen bisheriger Lösungen
  • Da mittlerweile weder Tools noch Daten eine Mangelware darstellen, scheint die Kreativität in der Auswertung die knappe Ressource zu sein
  • Business-Case-Kalkulationen sind im gegenwärtigen Stadium von Big Data ähnlich vorrätig, wie zu Zeiten des Internets Ende der neunziger Jahre
  • Meist genügt bereits eine intelligente Analyse existierender Daten, um neue wertvolle Einsichten für das eigene Geschäft zu liefern, selbst bei kleinen Firmen
  • Wenn belastbaren Kalkulationen noch nicht vorhanden sind, ist unternehmerische Pionier-Arbeit gefordert. Das ist allerdings nicht für jeden Entscheider und jede Branche gleichermaßen attraktiv.
  • Deutliches Zeichen für Handlungserfordernisse bestehen, wenn ein Wettbewerber aus der Branche öffentlich seinen Big Data Einsatz beschreibt
  • Effizientes Unternehmensmanagement, Massenindividualisierung von Dienstleistungen sowie intelligente Produkte sind Big Data Chancen für alle Branchen
  • Man soll die Analytik in die Prozesse einbringen, direkt zu den Endanwendern, auf den “shop floor”. Meister werden künftig immer häufiger fragen, ob es zu einem neuen Sachverhalt auch die entsprechenden Daten gibt und Analysen anstellen
  • Schwierig wird es dann, eine veränderte Unternehmenskultur zu erzeugen, die datengetrieben ist und bestehendes Deutungswissen in Frage stellt
  • Open Source und Open Data stehen im Fokus von Handlungsempfehlungen an die Förderpolitik
  • Security- und Privacy-by-design könnten Big Data Lösungen aus Deutschland in der Attraktivität steigern lassen
  • Eine Big Data Experimentierplattform soll das Ausprobieren sowohl von Open Source als auch kommerziellen Lösungen vereinfachen und wird auf der CeBIT 2013 präsentiert
  • Die Experimentierplattform nutzt u.a. den Common Crawl Datenbestand, der einige Milliarden internationale Webseiten enthält und Anwendungen ermöglicht, die batch- und speed-Abfragen benötigen
  • Weitere Datenmarktplätze werden entstehen, die öffentliche Daten (Open Data) aufbereiten und durch exklusive Daten anreichern und so in Wert setzen
  • Übliche Preismodelle für Datenmarktplätze scheinen bei Fremium sowie kontingentierten Flatrates zu liegen, pay-per-transaction ist eher unüblich

Zwar wird man in einigen Jahren vermutlich nicht mehr den Begriff Big Data verwenden, jedoch wird die Nutzung von großen, unterschiedlichen und stark veränderlichen Datenmengen in sehr viel mehr Prozesse, Dienstleistungen und Produkte einfließen.

Bezogen auf die drei vorgestellten Chancenfelder heißt das für Implisense:

  1. Effizienteres Unternehmensmanagement durch Big Data: Unternehmen können ihre bisherigen Prozesse effizienter gestalten, wenn sie wiederkehrende Rechercheaufgaben zu Geschäftskunden, Partnern und Wettbewerbern an spezialisierte Big Data Dienstleister wie Implisense auslagern. Sie gewinnen dadurch Zeit für das frühzeitigere Handeln.
  2. Massenindividualisierung durch Big Data: Unternehmen erhalten Rechercheangebote, die sich während der Nutzung auf ihre Erfordernisse hin anpassen. Die Suchfunktionen zum Finden von Kunden und die Benachrichtigungsfunktionen zum Binden von Kunden lernen während der Nutzung durch die Anwender, welches besonders gute Kunden auszeichnet und wann eine Kontaktierung besonders gut funktioniert. Dadurch kann die Software künftig noch bessere Vorschläge für weitere, ähnliche Kunden unterbreiten und das Timing-Problem in der B2B-Kundenansprache verbessern.
  3. Intelligentere Produkte durch Big Data: Unternehmen können ihre Produkte “intelligenter” gestalten, in dem sie Datendienste von Implisense dazu nutzen, ihre eigenen Produkte intelligenter zu gestalten. Z.B. könnten Versicherer oder Banken ihre Produkte durch externe Datendienste anreichern und dadurch automatische Reaktionen auslösen. Kunden würden nur bemerken, dass sie sehr aufmerksame Anbieter gewählt haben, die sie in allen Geschäftssituationen betreuen wollen.

“Big Data is here to stay” ist eine Kernaussage von Prof. Dr. Wrobel und sie schien von allen Anwesenden im Raum geteilt zu werden. Optimistisch blickten daher die Teilnehmer der Podiumsdiskussion in die nahe Zukunft, dass Deutschland vielleicht ein wenig länger über den richtigen Einsatz von Big Data nachdenkt, aber dann richtig umsetzt.

Implisense auf dem 7. Nationalen IT-Gipfel

Wir waren der Einladung des BMWis gefolgt, uns auf dem 7. Nationalen IT-Gipfel mit VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu vernetzen. Der Gipfel stand unter dem Motto “digitalisieren_vernetzen_gründen” und hatte als besonderen Schwerpunkt schnell wachsende IT Startups. Im ersten Moment staunt man über die hohe Präsenz an Spitzenpolitikern, denen man Schritt und Tritt begegnet. Hier kann man mächtigen Netzwerken bei der Arbeit zuschauen, Grundlagen für die IT-gestützte Gesellschaft von morgen zu legen. Grundlagen, die so komplex und aufwändig sind, dass weder Politik noch Wirtschaft und Wissenschaft diese alleine realisieren könnten. Breitband, Cloud Computing, semantische Technologien sind zentrale Bestandteile davon. Und ohne diese Grundlagen wären auch Gründungen wie Implisense in Deutschland nicht denkbar. Der Blick auf die angekündigten Förderschwerpunkte wie Industrie 4.0 zeigen plausible Ziele auf, auch künftig mit einem starken Mittelstand weltweit konkurrenzfähig zu bleiben. Wir haben den Gipfel mit einem guten Gefühl verlassen. Und ein Abschiedsfoto gab es auch noch.

Fotoshooting mit der Bundeskanzlerin Merkel, Bundesminister Rösler und Vertretern aus Wirtschaft und Politik in der Young IT and Investors Lounge.
Fotoshooting mit der Bundeskanzlerin Merkel, Bundesminister Rösler und Vertretern aus Wirtschaft und Politik in der Young IT and Investors Lounge. © BMWi

Automatische Branchenklassifikation von Firmen

Wir haben Tests durchgeführt, automatische Branchenklassifikationen nach Wirtschaftszweigen (WZ 2003/2008) bzw. NACE (Nomenclature statistique des activités économiques dans la Communauté européenne) auf Basis öffentlicher Selbstbeschreibungen von Firmen vorzunehmen. Unsere Annahme ist, dass die Firmenwebpräsenzen innerhalb einer Branche ähnliche Begriffe aufweisen und man später unbekannte Firmen aufgrund ihrer ähnlichen Beschreibung einer oder mehreren Branchen automatisch zuordnen kann. Unklar ist bislang, welche Begriffe für eine Branchenzuordnung ausschlaggebend sind.

In dem Buch von Christopher D. Manning, Prabhakar Raghavan und Hinrich Schütze wird beschrieben, wie man den Informationsgehalt von Begriffen berechnet, um Klassen voneinander gut abgrenzen zu können. Die Klassen sind in unserem Fall die Branchen und die Begriffe sind alle Wörter, die sich aus den einzelnen Firmenwebpräsenzen herausfiltern lassen. Häufige Wörter wie “der, die, das, und, er usw.” werden von diesem Ansatz als wenig abgrenzend bewertet (niedriger Score) und Begriffe wie Kaltfliesspressteile, Rohtabak oder pulvermetallurgischen höher bewertet (hoher Score).

Im Detail sieht das für drei exemplarische Branchen nach WZ 2003 so aus:

Branche: Ernährungsgewerbe

001. 0,0167030 leckere
002. 0,0163800 zutaten
003. 0,0157303 geschmack
004. 0,0152514 rezepte
005. 0,0149070 spezialitäten
006. 0,0141082 wurst
007. 0,0138228 aprikosen
008. 0,0138228 hefe
009. 0,0134308 inhaltsstoffe
010. 0,0132752 schinken
011. 0,0132752 fettsäuren
012. 0,0132752 mandeln
013. 0,0131221 getraenke
014. 0,0131221 schlachtung
015. 0,0131221 walnüsse
016. 0,0131221 durstlöscher
017. 0,0131221 glasflasche
018. 0,0131221 geschmacklich
019. 0,0131221 maracuja
020. 0,0123445 vitaminen

Branche: Verlagsgewerbe, Druckgewerbe, Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern

001. 0,0299083 offsetdruck
002. 0,0265665 druckvorstufe
003. 0,0248398 digitaldruck
004. 0,0225159 druckerei
005. 0,0210515 druckindustrie
006. 0,0201732 kleinauflagen
007. 0,0191415 verlag
008. 0,0184550 falzen
009. 0,0183902 druckprodukte
010. 0,0183902 perforieren
011. 0,0183902 offsetdruckerei
012. 0,0171418 mediadaten
013. 0,0169352 druckverfahren
014. 0,0169352 vorhergehenden
015. 0,0168219 stanzungen
016. 0,0168219 freehand
017. 0,0164834 exemplare
018. 0,0162947 auflagen
019. 0,0161550 illustrator
020. 0,0161550 indesign

Branche: Herstellung von Metallerzeugnissen
001. 0,0401622 metallbau
002. 0,0202955 vordächer
003. 0,0152999 geländer
004. 0,0145063 schweissen
005. 0,0129756 cnc
006. 0,0126539 sondermaschinen
007. 0,0120290 überzüge
008. 0,0117767 edelstahl
009. 0,0117056 stahl
010. 0,0112361 fertigungsprogramm
011. 0,0112361 brandschutztüren
012. 0,0112361 handläufen
013. 0,0111862 maschinen
014. 0,0110676 werkzeugbau
015. 0,0110676 kleinserien
016. 0,0107301 stahlbau
017. 0,0104817 wärmebehandlung
018. 0,0104447 aluminium
019. 0,0099760 löten
020. 0,0099760 sonderwerkzeuge

Die Listen sind aus Gründen der Übersichtlichkeit ab Eintrag 20 abgeschnitten. Es zeigt sich für den Menschen jedoch, dass jede dieser Branchen bestimmte Begrifflichkeiten aufweist, die charakteristisch sind. Ein Analyseverfahren kann nun darauf trainiert werden, die Häufigkeit der Begriffe einer neuen Firmenwebpräsenz mit allen analysierten Branchen abzugleichen und Vorschläge zur Branchenklassifikation nach NACE oder WZ 2003 bzw. 2008 zu machen.

Auf diese Weise können wir eine automatische Branchenklassifikation auf Basis von Text einsetzen, die das (Nach-)Pflegen unserer großen Datenbasis über Firmen enorm erleichtert.