Anwendervortrag auf dem Big Data Summit 2014

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Auf dem Big Data Summit 2014 haben wir vom BITKOM die Möglichkeit erhalten, über Big Data zur B2B- Vertriebsunterstützung gemeinsam mit Stephan Kreutzer von der Cisco Systems GmbH zu referieren. Anhand eines Kundenbeispiels werden wir veranschaulichen, wie der Einsatz von state-of-the-art Technologien in einem bislang wenig besetzten Themenfeld wie B2B Vertrieb in Deutschland aussieht und welche neuen Chancen für den Vertrieb von Lösungen entstehen.

Grundsätzlich geht es auf dem Big Data Summit 2014 am 26. März 2014 um die Frage, wie sich die steigende Flut vielfältiger Informationen, die im Unternehmen entsteht oder über alle Informationskanäle verfügbar ist, zügeln und über fundierte und zeitnahe Management-Entscheidungen in geschäftlichen Nutzen verwandeln lässt.

Die Veranstalter planen eine Keynote-, zwei Plenar- und neun weiteren Branchen- bzw. Themen-Sessions. Darin werden in insgesamt 33 Beiträgen Erfahrungen aus dem Big-Data-Einsatz in Unternehmen und in der Öffentlichen Verwaltung präsentiert.

Zu den Partnern der Veranstaltung gehören VOICE e.V., Fraunhofer-Gesellschaft, Gesellschaft für Informatik, TDWI Germany e.V., E-Finance Lab und Initiative code_n. Die Aussteller umfassen Blue Yonder, Cloudera, Compuware, Datameer, Empolis, Exasol, Google, Hortonworks, HP, IBM, Microsoft, MID, MongoDB, SAP, SAS, Software AG und Teradata.

Programm: www.bitkom-bigdata.de/programm/2014
Tickets: www.bitkom-bigdata.de/tickets

Weitere Informationen: www.bitkom-bigdata.de

Impulsvortrag Big Data zur B2B Vertriebsunterstützung

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Auf dem IKT NRW Tag 2013 konnten wir im Forum „Big Data – Big Chances?” referieren. Der Titel des Impulsvortrags lautet “Big Data in der praktischen Anwendung zur B2B Vertriebsunterstützung”. In den vorangegangenen Vorträgen wurde deutlich, dass Big Data in vielen wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Anwendungsbereichen Potenziale heben kann. Mit Blick auf den bislang wenig unterstützten B2B Vertrieb wollte Dr. Andreas Schäfer skizzieren, wie ein “Intelligenzverstärker” – ein Wort von Heinz Nixdorf – im Vertrieb denkbar ist und stellte das anhand von drei Anwendungsszenarien der Sales Intelligence vor. Der Vortrag ist hier als PDF herunterladbar.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Herrn Karsten Beins von der Fujitsu Technology Solutions GmbH und Herrn Ulrich Hacker von der QSC AG ging es um die Beleuchtung von Chancen und Risiken in dem Thema Big Data. Hier wurde klar, dass Big Data ein Zusammenwirken von unterschiedlichen Expertisen und Domänen erfordert, damit es gesellschaftlich positiv genutzt werden kann. Auch wurde klar, dass eine Technologiefolgeabschätzung für die beteiligten Ingenieure kaum leistbar ist, während umgekehrt Soziologen zu wenig Einblicke in die laufende technische Entwicklung haben. Hier wurde deutlich und direkt von den Veranstaltern aufgegriffen, dass man zu diesem Thema weitere Austauschmöglichkeiten benötigt und anbieten möchte.

Wir haben den IKT Tag mit dem guten Gefühl verlassen, dass das Interesse – speziell auch seitens der KMU – an bereits nutzbaren und bezahlbaren Lösungen basierend auf Big Data hoch ist und es spannend bleibt, wie sich das Thema gesellschaftlich und technologisch in Richtung Smart Data weiter entwickeln wird.

Save the date: BIG DATA & DATA SCIENCE Kongress mit Implisense

Banner Kongress Big Data und Data Science Köln

Am 26.11.2013 wird Hannes Korte auf dem Kongress BIG DATA & DATA SCIENCE referieren.

Gemeinsam mit Christian Thurau, CTO von GameAnalytics.com wird Hannes Korte anhand von Beispielen zeigen, welche Einsichten durch die Anwendung maschineller Lernverfahren auf Webdaten möglich sind.

Im Detail sind folgende Inhalte geplant:

  • Grundlagen des Maschinellen Lernens
  • Anwendungsbeispiele zu Clustering und Prediction
  • Natural Language Processing für die Sales Intelligence

Gerade für Personen mit technischer Affinität und einem Wunsch nach Praxisbeispielen moderner Analyseansätze auf Big Data ist der Vortrag am 26.11.2013 in Köln zu empfehlen.

Die Anmeldung zur Veranstaltung in Köln ist bereits möglich: http://www.big-data-europe.com/koeln/

Auf dem Thementag Big Data

Am 10. Dezember 2012 waren wir beim Thementag Big Data im THESEUS-Innovationszentrum in Berlin. (Disclaimer: Wir waren an der Durchführung der Veranstaltung sowie der Durchführung der Innovationspotenzialanalyse und Entwicklung der Experimentierplattform beteiligt). Obwohl Bahnen aufgrund von Bäumen auf den Gleisen nicht fuhren, ein unangekündigter Warnstreik des Sicherheitspersonals an großen Flughäfen in Deutschland die Anreisesituation kaum entspannte, waren rund 40 Personen anwesend, um die Potenziale von Big Data in der deutschen Wirtschaft zu erfahren.

Thementag Big Data im THESEUS Innovationszentrum Berlin
Thementag Big Data im THESEUS Innovationszentrum Berlin

Vorträge waren u.a.:

Abschließend fand eine Podiumsdiskussion mit dem Thema “Wie geht es weiter mit Big Data in Deutschland?” statt.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Dr. Daniel Jeffrey Koch (Fraunhofer ISI), Klaas Bollhöfer (Unbelivable Machine), Dr. Alexander Tettenborn (BMWi), Prof. Dr. Wrobel (Fraunhofer IAIS), Jörg Blumtritt (Datarella).
Teilnehmer der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Dr. Daniel Jeffrey Koch (Fraunhofer ISI), Klaas Bollhöfer (Unbelivable Machine), Dr. Alexander Tettenborn (BMWi), Prof. Dr. Wrobel (Fraunhofer IAIS), Jörg Blumtritt (Datarella).

Hier einige take-aways in random-order:

  • Big Data ist primär ein Kind der Kostenregression (sinkende Speicherkosten)
  • Das Interesse an Big Data scheint durch alle Branchen hinweg da zu sein
  • Öffentlich bekannte Anwendungen von Big Data sind in Deutschland (noch) Mangelware, als “Killer-App” dienen immer noch Google, Amazon, Facebook, die sind allerdings auch wirklich jedem bekannt
  • Vielen Unternehmen ist noch zu wenig bekannt, welche neuen Fragen man mit Big Data beantworten könnte, daher ist zuweilen von altem Wein in neuen Schläuchen die Rede
  • Qualitativ neue Anwendungen entstehen mit Hilfe von Big Data, nicht allein Effizienzsteigerungen bisheriger Lösungen
  • Da mittlerweile weder Tools noch Daten eine Mangelware darstellen, scheint die Kreativität in der Auswertung die knappe Ressource zu sein
  • Business-Case-Kalkulationen sind im gegenwärtigen Stadium von Big Data ähnlich vorrätig, wie zu Zeiten des Internets Ende der neunziger Jahre
  • Meist genügt bereits eine intelligente Analyse existierender Daten, um neue wertvolle Einsichten für das eigene Geschäft zu liefern, selbst bei kleinen Firmen
  • Wenn belastbaren Kalkulationen noch nicht vorhanden sind, ist unternehmerische Pionier-Arbeit gefordert. Das ist allerdings nicht für jeden Entscheider und jede Branche gleichermaßen attraktiv.
  • Deutliches Zeichen für Handlungserfordernisse bestehen, wenn ein Wettbewerber aus der Branche öffentlich seinen Big Data Einsatz beschreibt
  • Effizientes Unternehmensmanagement, Massenindividualisierung von Dienstleistungen sowie intelligente Produkte sind Big Data Chancen für alle Branchen
  • Man soll die Analytik in die Prozesse einbringen, direkt zu den Endanwendern, auf den “shop floor”. Meister werden künftig immer häufiger fragen, ob es zu einem neuen Sachverhalt auch die entsprechenden Daten gibt und Analysen anstellen
  • Schwierig wird es dann, eine veränderte Unternehmenskultur zu erzeugen, die datengetrieben ist und bestehendes Deutungswissen in Frage stellt
  • Open Source und Open Data stehen im Fokus von Handlungsempfehlungen an die Förderpolitik
  • Security- und Privacy-by-design könnten Big Data Lösungen aus Deutschland in der Attraktivität steigern lassen
  • Eine Big Data Experimentierplattform soll das Ausprobieren sowohl von Open Source als auch kommerziellen Lösungen vereinfachen und wird auf der CeBIT 2013 präsentiert
  • Die Experimentierplattform nutzt u.a. den Common Crawl Datenbestand, der einige Milliarden internationale Webseiten enthält und Anwendungen ermöglicht, die batch- und speed-Abfragen benötigen
  • Weitere Datenmarktplätze werden entstehen, die öffentliche Daten (Open Data) aufbereiten und durch exklusive Daten anreichern und so in Wert setzen
  • Übliche Preismodelle für Datenmarktplätze scheinen bei Fremium sowie kontingentierten Flatrates zu liegen, pay-per-transaction ist eher unüblich

Zwar wird man in einigen Jahren vermutlich nicht mehr den Begriff Big Data verwenden, jedoch wird die Nutzung von großen, unterschiedlichen und stark veränderlichen Datenmengen in sehr viel mehr Prozesse, Dienstleistungen und Produkte einfließen.

Bezogen auf die drei vorgestellten Chancenfelder heißt das für Implisense:

  1. Effizienteres Unternehmensmanagement durch Big Data: Unternehmen können ihre bisherigen Prozesse effizienter gestalten, wenn sie wiederkehrende Rechercheaufgaben zu Geschäftskunden, Partnern und Wettbewerbern an spezialisierte Big Data Dienstleister wie Implisense auslagern. Sie gewinnen dadurch Zeit für das frühzeitigere Handeln.
  2. Massenindividualisierung durch Big Data: Unternehmen erhalten Rechercheangebote, die sich während der Nutzung auf ihre Erfordernisse hin anpassen. Die Suchfunktionen zum Finden von Kunden und die Benachrichtigungsfunktionen zum Binden von Kunden lernen während der Nutzung durch die Anwender, welches besonders gute Kunden auszeichnet und wann eine Kontaktierung besonders gut funktioniert. Dadurch kann die Software künftig noch bessere Vorschläge für weitere, ähnliche Kunden unterbreiten und das Timing-Problem in der B2B-Kundenansprache verbessern.
  3. Intelligentere Produkte durch Big Data: Unternehmen können ihre Produkte “intelligenter” gestalten, in dem sie Datendienste von Implisense dazu nutzen, ihre eigenen Produkte intelligenter zu gestalten. Z.B. könnten Versicherer oder Banken ihre Produkte durch externe Datendienste anreichern und dadurch automatische Reaktionen auslösen. Kunden würden nur bemerken, dass sie sehr aufmerksame Anbieter gewählt haben, die sie in allen Geschäftssituationen betreuen wollen.

“Big Data is here to stay” ist eine Kernaussage von Prof. Dr. Wrobel und sie schien von allen Anwesenden im Raum geteilt zu werden. Optimistisch blickten daher die Teilnehmer der Podiumsdiskussion in die nahe Zukunft, dass Deutschland vielleicht ein wenig länger über den richtigen Einsatz von Big Data nachdenkt, aber dann richtig umsetzt.