Forschungsprojekt LUCID gestartet

Semantische Informationsflüsse in verteilten Wertschöpfungsnetzen

Im Oktober fiel der Startschuss für das dreijährige Forschungsprojekt LUCID (Linked valUe ChaIn Data). Darin forscht Implisense mit einer Reihe renommierter Partner an vernetzten Unternehmensdaten in Wertschöpfungsnetzwerken. Gefördert wird dieses Projekt im Rahmen des Förderprogramms „IKT 2020 – Forschung für Innovationen“
 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

In dem Forschungsprojekt geht es um die Frage, wie Unternehmen befähigt werden können, alle wesentlichen Unternehmensdaten vollständig, aktuell und sicher in einem offenen, maschinell lesbaren und flexibel erweiterbaren Format bereitzustellen, um vielfältige Informationen mit Kunden, Lieferanten und potentiellen Kooperationspartnern auszutauschen damit sich de-zentrale Wertschöpfungsnetzwerke dynamisch zusammenstellen lassen. Gerade in einer hochentwickelten arbeitsteiligen Wirtschaft wie in Deutschland führt die Spezialisierung und Fokussierung von Unternehmen auf Kernaufgaben jedoch zu immer komplexeren Liefer- und Wertschöpfungsnetzwerken, deren Beherrschung ein ausschlaggebender Erfolgsfaktor geworden ist. Von zentraler Bedeutung für die robuste, effiziente und effektive Ausgestaltung dieser Wertschöpfungsnetzwerke sind reibungslose Informationsflüsse zwischen den beteiligten Unternehmen. Beispiele für auszutauschende Informationen sind z. B. Kontaktadressen und Ansprechpartner, Verbrauchs- und Lieferprognosen, Qualitätssicherungsdaten und Logistikinformationen.

Das Projekt LUCID setzt zur technischen Lösung dieser Problemstellung auf Linked Data sowie Technologien verteilter sozialer Netzwerke. Implisense leitet im Vorhaben zwei Arbeitspakete, Forschungsleiter ist Dr. André Bergholz. Im ersten Arbeitspaket geht es um die Frage, wie die auftragsbezogene Suche nach komplementären Wertschöpfungspartnern vereinfacht werden kann. Im zweiten Arbeitspaket werden relevante Ereignisse untersucht, die frühzeitiger Aufschlüsse über potenzielle Störungen Wertschöpfungsnetzwerk mitteilen können.

Das Team von Implisense freut sich auf ein spannendes Forschungsprojekt mit den Partnern des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, des ITA Automotive Service Partner e.V. , der Infineon Technologies AG sowie der brox it GmbH.

Mehr Informationen unter: http://lucid-project.org/

Kick-off Veranstaltung zum Start des Gründerstipendiums mit Live-Demo

Am 25.4.2013 feierten wir gemeinsam mit der Universität Bonn, dem Fraunhofer IAIS sowie geladenen Gästen den Start des Gründerstipendiums. “Mit unserer Lösung Sales Intelligence möchten wir besonders dem B2B-Vertrieb dabei helfen, neue Vertriebschancen schneller zu erkennen und besser zu nutzen” sagt Dr. Andreas Schäfer von Implisense.

Freuten sich gemeinsam über den Såtart des EXIST-Gründerstipendiums (v.l.n.r.): Rüdiger Mull (Universität Bonn), Dr. Andreas Schäfer, Dr. André Bergholz & Hannes Korte (Implisense), Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS/Universität Bonn) © Fraunhofer IAIS
Freuten sich gemeinsam über den Start des EXIST-Gründerstipendiums (v.l.n.r.): Rüdiger Mull (Universität Bonn), Dr. Andreas Schäfer, Dr. André Bergholz & Hannes Korte (Implisense), Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS/Universität Bonn) © Fraunhofer IAIS

Eine Live-Demo der Sales Intelligence wurde erstmalig am Fraunhofer IAIS präsentiert – wir recherchierten auf Zuruf des Publikums nach Brauerein in Bonn. Die nächsten Brauereien wurden jedoch erst in Köln angezeigt. Hannes Korte demonstrierte dazu ein besonderes Feature der Sales Intelligence – die dynamische Index-Erweiterung. Damit ist es den Nutzern möglich, mit einem Knopfdruck den Index von Firmen gezielt zu erweitern, wenn es für ein Stichwort zu wenige Treffer gibt. Und tatsächlich, wenige Sekunden später tauchte das Bierhaus Machold in Bonn in den Suchergebnissen auf.

Ein weiteres brandneues Feature wurde ebenfalls dem Publikum vorgestellt. Wir recherchierten, wo es in Deutschland Firmen im Bereich Big Data gibt und zeigten mit einem Knopfdruck die Big Data hot spots als so genannte Heat Map an (siehe folgende Abbildung). Auf diese Weise lassen sich Cluster ähnlicher Firmen schneller entdecken als jemals zuvor. Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer IAIS und Professor an der Universität Bonn (Abteilung Informatik III), lobte die Geschäftsidee, gratulierte den Stipendiaten und dankte den Förderern, die Implisense von Beginn an mit großem Engagement unterstützt haben: “Mit herausragendem Technologie-Know-how, kreativen Ideen sowie der Unterstützung von Gründerinitiativen und des BMWi ist es dem Team gelungen, das Vorhaben Implisense auf den Weg zu bringen. Ich freue mich sehr, dass wir diese innovative Geschäftsidee aus dem Fraunhofer IAIS heraus und in Kooperation mit der Universität Bonn nun bei ihrer Entwicklung zu einem marktfertigen Produkt begleiten können.”

 

Hier ist die offizielle Pressemitteilung über den Informationsdienst Wissenschaft