Der englische Begriff Firmographics lässt sich wohl am einfachsten mit „Firmografie“ übersetzen. Oder noch präziser mit „firmografische Daten“. Und wie es die begriffliche Ähnlichkeit schon vermuten lässt, bezeichnet er im Grunde so etwas wie demografische Daten – nur eben für Firmen statt für Personen. In Deutschland ist diese Bezeichnung bislang noch relativ wenig verbreitet, obwohl viele von uns täglich firmografische Einteilungen verwenden.

firmographics im B2B-Marketing

Der Sinn von Firmographics

Firmografie erlaubt es Marketern im B2B-Kontext, ihre Zielgruppen ähnlich zu beschreiben und zu unterteilen wie es B2C-Unternehmen mithilfe demografischer Größen tun. Statt Alter, Wohnort und Nettoeinkommen werden bei einer firmografischen Kategorisierung eben Variablen herangezogen, die für die Gruppierung und Segmentierung von Firmen Sinn machen.

Einige der gebräuchlichsten firmografischen Größen:

  • Branche
  • Standort
  • Umsatz
  • Mitarbeiteranzahl
  • Rechtsform
  • Gruppenzugehörigkeit / Unabhängigkeit
  • Wachstum
  • Gewinn / Verlust

Durch das Gruppieren anhand solcher, relativ einfach festzustellender Merkmale können schnell und effektiv Unternehmen zusammengefasst werden, die sich in bestimmter Hinsicht ähneln – basierend auf der Annahme, dass diese sich auch in ihrem Bedarf tendenziell ähneln werden. Firmographics erlauben also eine schnelle, grobe Zielgruppenbeschreibung.

Grenzen von Firmographics

Ähnlich wie demografische Daten im B2C-Marketing immer nur einen kleinen Teil einer Person schemenhaft beschreiben können, stößt auch die Firmografie als Zielgruppenbestimmer schnell an ihre Grenzen. Denn die Gruppierung anhand weniger Variablen bleibt in jedem Fall extrem grob und stereotyp. Zwar lässt sich die Zielgruppe so sehr schnell auf einen kleinen Teil aller existierenden Unternehmen reduzieren, doch noch immer werden die Unternehmen innerhalb dieser Gruppe wesentlich mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten aufweisen. Firmographics eignen sich also nur für eine sehr oberflächliche Segmentierung.

Erst die Datenmenge bringt Tiefe

Mit jeder zusätzlichen Variable, die Sie heranziehen, um Ihre Zielgruppe von allen übrigen Unternehmen abzugrenzen, werden Sie die Ähnlichkeit der in dieser Gruppe enthaltenen Unternehmen erhöhen. Um Ihr Budget gezielt einzusetzen und Botschaften ganz genau auf den konkreten Bedarf Ihrer potenziellen Kunden zuschneiden zu können, kommt es also auf eine hinreichende Menge firmografischer Daten an.

Zur Beschleunigung von deren Recherche und Anwendung können Sie die Datenbank von Implisense Pro nutzen. Filtern Sie nach hunderten tagesaktuellen Datenpunkten und grenzen Sie Ihre Zielgruppe mit wenigen Klicks extrem fein ein. Anhand relevanter Kriterien, die zu Ihrem Produkt oder Ihrer Leistung passen. Darüber hinaus können Sie den Spieß auch einfach umdrehen – und auf diese Weise mehr über Ihre Zielgruppe lernen: Geben Sie einige Ihrer Bestandskunden ein und lassen Sie Implisense Pro ermitteln, in welchen firmografischen Größen sich diese gleichen oder ähneln. So erfahren Sie, welche Variablen für die Beschreibung Ihrer Zielgruppe tatsächlich relevant sind – und können sich automatisch weitere Unternehmen vorschlagen lassen, die zu diesem Profil passen.

Ermitteln Sie die wirklich relevanten firmografischen Variablen und setzen Sie Firmographics gezielt zur Segmentierung Ihrer Zielgruppe ein.