HTPC Rückblick

Führende DAX-Unternehmen, internationale Tech-Player und Marktführer des deutschen Mittelstandes trafen bei der diesjährigen High Tech Partnering Conference (HTPC) auf innovative Jungunternehmen aus dem HTGF-Portfolio.

Ein tolles Rahmenprogramm rund um das Thema Digital Business Transformation und eine hervorragende Location am malerischen Rheinufer lieferten alle weiteren notwendigen Voraussetzungen, um spannende Gespräche mit potenziellen Partnern und Kunden führen zu können.

Teilnehmer der HTPC konnten sich an unserem Stand direkt im Zeitraffer anschauen, welche Vertriebssignale für ihr spezifisches Unternehmen von unserem System strukturiert erfasst werden, welche neuen Verknüpfungen zu anderen Unternehmen entstehen und durch welche Charakteristika sich diese neuen Verbindungen über die Zeit abheben.

Zusammen mit unseren Gesprächspartnern konnten wir auf der HTPC unsere Erfahrung diskutieren,

  • was Digitalisierung in Marketing und Sales in B2B bedeutet.
  • wie einschlägige Unternehmen Digitalisierung in Sales und Marketing gestalten können, anstatt selbst von diesem Prozess gestaltet zu werden.
  • welchen Herausforderung bei der Einführung einer datengetriebenen Sales Kultur wir bisher wahrgenommen und wie wir diese gemeistert haben.

Ein persönliches Highlight – neben diesem lohnenswerten Austausch mit potenziellen Kunden und Partnern – war der Blick über den Tellerrand bei zahlreichen Expertenrunden zu einzelnen Teilaspekten der Digitalisierung. Dank innovativer Fellow Startups wie mobileJobs, MoBerries und  Loopline konnte Implisense selbst hier noch dazulernen. Etwa bei der Gestaltung von modernen Recruitment Prozessen. Oder grundsätzlich bei der strategischen Bedeutung der Personalentwicklung, v.a. für dynamisch wachsende Unternehmen.

Wir bedanken uns bei unserenGesprächspartnern und dem High Tech Gründerfonds für die HTPC ‘18 und freuen uns auf das nächste Jahr!

Review Mallorca Hackathon 2017

Auf der sonnenverwöhnten Insel Mallorca nahe Campos fand im Mai der Implisense Hackathon 2017 statt. In einer idyllisch gelegenen Finca von Besitzern aus England haben wir uns eine Woche lang mit kreativem Coding beschäftigt, um einige der besten Ideen aus vergangenen Kundengesprächen einer technischen Machbarkeit zu unterziehen. Neben gemeinsamem Kochen, Hands-on-Go-Trainings angesichts des zweiten stattgefundenen AlphaGo-Turniers, morgendlichen Fitnesstrainings und Ausflügen an den nahen Strand von Es Trenc haben wir vier Challenges in Teams bearbeitet:

  • Automatisierte Prognosen
  • Proximity Geo-Analysis
  • Chatbots für komplexe Suchen
  • Image Annotation für Facial Keypoints
Abendliches Coden in den Teams

Automatisierte Prognosen

Die Erfassung von zeitpunktbezogenen Daten in hoher Auflösung hat einen großen Anteil am Phänomen Big Data. Gleichzeitig sind die Werkzeuge besser geworden, um mit umfangreichen Zeitreihen umzugehen. Wir wollten wissen, ob sich neue Open Source Werkzeuge dafür nutzen lassen, um eine temporale Abschätzung künftiger Managementveränderungen vorherzusagen. Diese Idee stammt aus Gesprächen mit Kunden, die immer dann ihre Infrastrukturprojekte platzieren konnten, wenn vor sechs Monaten ein Wechsel der Schlüsselpersonen im Management stattgefunden hatte. Wie gut lassen sich Zeitreihendaten von Managementveränderungen für Prognosen nutzen? Dabei zeigte, dass für ausgewählte Branchen sowohl der Monat, die Woche als auch das Volumen der erwarteten Managementveränderungen mit vertretbarem Schätzfehler vorhergesagt werden konnte. Das Team diskutierte darüber, wie man diese Vorhersagen pro Branche mit den jüngeren Entwicklungen pro Firma kombinieren kann, um Account spezifische Pre-Alerts zu liefern.
Weiterhin erprobte das Team, ob der Ansatz auch zur Vorhersage wahrscheinlich neu verfügbarer Contents von Webseiten geeignet ist. Damit könnten wir die Auslastung unserer IT optimieren und eine höhere Aktualität auf Kundenseite erzielen. Diese Entwicklungen integriert das Team Operations 2018 in das Produktivsystem. Verstärkung im Bereich Infrastructure ist hier erwünscht.

Proximity Geo-Analysis

Aus Gesprächen mit Anwendern wissen wir, dass viele Produktentscheidungen einen räumlichen Bezug haben, für die sich jedoch eine komplexe Geodatenanalyse nicht lohnen würde. Speditionen siedeln sich zumeist in der Nähe von Autobahnauffahrten, Häfen oder Flughäfen an. Unternehmensberater sitzen zumeist in der Innenstadt oder in der Nähe von Flughäfen bzw. ICE Bahnhöfen. Wenn die räumliche Nähe zu bestimmten Point of Interests (POIs) eine Rolle für die Umsetzung von Geschäftsmodellen spielt, wie können wir dann diese Merkmale in unsere Kundenempfehlungen integrieren? Ein Team hat eine Komponente entwickelt, um pro Firmenstandort die Routing-Distanzen zu ausgewählten Point of Interests aus Open Street Maps zu berechnen, etwa die Nähe zur nächsten Autobahnauffahrt oder die  Distanz zum nächsten Gewerbegebiet. Beispielhafte Analysen haben gezeigt, welche unerwarteten Herausforderungen bei der Integration von OSM Daten auftreten und welche Geodaten eher durch kommerzielle Anbieter bezogen werden sollten, um eine höhere Belastbarkeit in der Aussagekraft zu erreichen. Die neu entwickelten Geodaten fließen als weitere Datenpunkte in unseren Company Index ein. Die zuständigen KollegInnen im Team Data Analytics suchen für weitere Geodatenanalysen zusätzliche MitarbeiterInnen.

Chatbots für komplexe Suchen

Chatbots versprechen – nach dem fulminanten Einzug in den Privatkundenbereich über Siri, Alexa und Co – auch für professionelle Anwender natürliche Interaktionen abseits klassischer Oberflächen im Business-Bereich. Wir fragten uns, welche komplexen Suchen effizienter über Chatbots zu realisieren wären. Könnten wir auf Basis unserer API eigene Chatbots entwickeln, die sich in populäre Messenger-Systeme wie Whatsapp, Telegram oder Slack integrieren lassen? Diese Challenge haben gleich zwei Teams angenommen und bis zum Ende der Woche einen ersten Chatbot entwickelt, um Firmenselektionen mit Hilfe von facettierten Volltextsuchen zu ermöglichen. Diese Entwicklungen fließen in einen neuen Service ein, der 2018 mit Pilotkunden aus dem Enterprise Segment getestet wird.

Image Annotation für Facial Keypoints

Ein interessantes Randthema hat ein Team im Bereich Visual Analytics bearbeitet. Unser Open Source Tool Dalphi wurde zur Trainingsdatengenerierung für Prozesse des maschinellen Lernens entwickelt. Bislang haben wir dieses vor allem zur Analyse von Massentextdaten genutzt. Aus dem Feedback anderer Startups haben wir gelernt, dass auch zur automatisierten Analyse von Massenbilddaten die Generierung von Trainingsbeispielen aufwändig ist. Das Team hat sich für den Hackathon vorgenommen, ein entsprechendes Annotationsinterface zu entwickeln und dieses  zur Erkennung von Merkmalen in Gesichtern zu nutzen (Facial Keypoints). Als Backend-Service sollte ein Convolutional Neural Network (CNN) aus annotierten Bildern trainiert werden, um ein Modell zur Keypointerkennung zu erhalten. Am Ende des Hackathons wurden Modelle trainiert, um bestimmte Personen auf Fotos wieder zu erkennen. Diese neuen analytischen Fähigkeiten werden wir mit unseren Key Accounts diskutieren, um den besten praktischen Use Case dafür zu finden. Praktisch: Wir konnten sämtliche Fotos vom Mallorca Hackathon nach den erkennbaren Personen sortieren lassen, ohne Google oder Apple fragen zu müssen.

Morgens programmieren und dann zur Playa de Formentor

Fazit dieses Hackathons

Wir haben eine Woche lang auf Mallorca vier anspruchsvolle Ideen in Teams auf ihre technische Umsetzbarkeit hin untersucht, um die besten Hacks mit unseren Kunden zu diskutieren. Mallorca ist für derartige Unterfangen ein idealer Ort, insbesondere Anfang Mai. Mallorca ist aus Deutschland sehr gut zu erreichen. Es gibt günstige Objekte mit Tarifen der Nebensaison und die Orte und die Strände sind wenig besucht. Wir werden weitere Hackathons durchführen, der nächste ist bereits bereits geplant, in der Wüste Nordafrikas. Mitmachen? Stellenangebote gibt es hier: https://implisense.com/jobs/

Sales Automation auf der HTPC 2018

Im vergangenen Jahr haben unsere Entwickler unter Hochdruck daran gearbeitet, unsere Produkte und Analyseverfahren um zahlreiche innovative Features zu erweitern. Mit Erfolg! Analyse von Firmennetzwerken, Erkennung von Wachstumssignalen und Einsatz von Technologien sind einige der neuen Möglichkeiten, um neue B2B Kunden zu finden und zu qualifizieren, Bestandskunden hinblicklich Cross-Selling-Potenzialen zu ranken, Ansprachemöglichkeiten automatisiert zu ermitteln und zu verwerten.

Diese Fortschritte verdanken wir maßgeblich unseren Erfahrungen aus Projekten mit führenden Unternehmen aus ICT, Finance und Publishing.

Nun laden wir Sie herzlich zur High-Tech Partnering Conference 2018 ein, um Ihnen diese Neuerungen persönlich vor Ort vorzustellen.

  • Wie können verkaufsentscheidende Vertriebssignale in 24/7 aus Terabytes von Online-Daten erkannt und in Marketing Automation Systeme eingepflegt werden?
  • Welche Potenziale haben Company Knowledge Graphen zur Erkennung Ihres nächsten Kunden?
  • Und wie entwickelt man ein hochperformantes und sicheres System, welches diese Aufgaben zuverlässig löst?

Diskutieren Sie mit uns die neuesten Trends in Enterprise Sales Automation und Sales Enablement und erfahren Sie, wie unsere Lösungen Kunden aus verschiedenen Firmensegmenten helfen, von Data Mining und Machine Learning zu profitieren.

 

>> Zur Terminanbahnung vor Ort schreiben Sie uns gerne an:

Dr. André Bergholz
CPO von Implisense
Wenn Sie gerne über unsere Unternehmensentwicklung und den Markt sprechen möchten.

Alexander Pankratov
Enterprise Project Manager und Data Scientist bei Implisense
Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Kunden die Sales Automation einsetzen und welche Voraussetzungen existieren.

Veranstaltungsort:

Kameha Grand Hotel Bonn
Am Bonner Bogen 1
53227 Bonn

Mehr Informationen zur HTPC finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Bonn!

 

 

Teamevent im Dezember: “Implisense Hackathon” in Prag

Gut eine Woche nachdem wir von den Top-Platzierungen im Gründerszene Wachstums-Ranking 2017/2018 erfahren haben, stand für das Implisense-Team das nächste Event an:

Das mittelalterliche Prag war der Ort für unseren zweiten diesjährigen “Implisense Hackathon” vom 11. bis 13. Dezember (ausführlichen Bericht zum kreativen Coding beim ersten Hackathon auf Mallorca hier lesen).
Prag ist nur vier Stunden mit dem Zug von unserem Büro in Berlin entfernt. Wir genossen dort das Beste, was Europa für Reisende zu bieten hat:
Kurze Anreise, spannende Kultur und gutes Essen. Für den ersten Überblick fuhren wir mit Elektro-Scootern zur Burg (Pražský hrad) und übten dort das Fahren mit Segways – Fails inklusive.
Anschließend ging es in die inhaltliche Arbeit zu Themengebieten wie Dockerization, Gitlab, Kotlin, Graphs und die Programmierung der Kaffeemaschine in der Unterkunft.

Der nächste Hackathon ist bereits geplant, es geht in die Wüste.

>> Bei Interesse an der Teilnahme am nächsten Event hier unsere offenen Stellen anschauen und bewerben. Wir freuen uns über Verstärkung – im Büro und unterwegs.

Implisense auf dem KI Tag bei Fraunhofer

Geschätzte 200 Personen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wurden am 29.11.2017 nach Berlin geladen, um dort in der Hauptstadt-Repräsentanz der Fraunhofer Gesellschaft einen Blick in die Labore zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) bei der Fraunhofer Gesellschaft zu erhalten. Ziel war es, der geladenen Öffentlichkeit die Chance zu geben, mit ForscherInnen die Chancen und Risiken dieser Querschnittstechnologie zu erleben und zu diskutieren.

Verantwortlicher Organisator und Gastgeber Prof. Dr. Stefan Wrobel wurde aufgrund seiner langjährigen Forschungstätigkeiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz als Pionier gewürdigt. Er ist Leiter des Fraunhofer Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme auf dem Campus Schloss Birlinghoven bei Bonn, Vorsitzender der Fraunhofer Allianz Big Data und Mentor der ersten Stunde bei Implisense.

In der Ausstellung präsentierten Institute der Fraunhofer Allianz für Big Data ihre Exponate, die eindrücklich neue Anwendungsmöglichkeiten von Verfahren der KI zeigten. Als Alumni des Fraunhofer IAIS waren seitens Implisense Dr. Andreas Schäfer, Dr. André Bergholz und Hannes Korte eingeladen.

Aus den vielen Themen der Veranstaltung fanden wir diese bemerkenswert:

  • Affective Computing

In diesem Gebiet forschen Institute daran, Emotionen von gefilmten Menschen in Echtzeit aus Videobildern abzuleiten. Es war spannend zu sehen, wie schnell und präzise diese Verfahren arbeiten und welche Vorteile der Einsatz von Deep Learning bringt.

  • Internet of Senses

Hier arbeitet ein Institut interdisziplinär an “riechenden” Maschinen, um perspektivisch Prinzipien der Koordination und Navigation von Ameisenstämmen bei der Futtersuche z.B. in der Logistik anzuwenden. Bereits aus den Rückmeldungen im Plenum wurde deutlich, dass hier völlig neue Use Cases in diversen Bereichen möglich werden.

  • Automatische Auswertung von Geschäftsberichten

Unsere ehemaligen Kollegen des Fraunhofer IAIS entwickeln gemeinsam mit einem großen Anbieter von Wirtschaftsinformationen eine Engine zur automatischen Auswertung von Geschäftsberichten. Sowohl die Extraktion relevanter Fakten als auch die automatische Einschätzung aus qualitativen Aussagen zur Geschäftsentwicklung reduzieren die bisherigen manuellen Aufwände dramatisch. Damit bilden sie die Basis neuer Business-Services.

  • Graph-based Chatbots

Graph-based erlaubt komplexere Abfragen mit genauen Ergebnissen statt Volltext-Suchergebnissen in großen Datenmengen.

Unser Fazit der Veranstaltung

Eine gelungene Veranstaltung mit deutlichem Wiederholungspotenzial. Angesichts des Interesses seitens des Publikums und der Dynamik im Bereich KI würden wir uns nicht wundern, wenn im kommenden Jahr erneut eine ähnlich gelagerte Veranstaltung stattfindet. Es war überfällig, dass sich KI-Forschungseinrichtungen öffnen und in den Dialog über Chancen und Risiken einsteigen.

Übrigens: Für Startups wurde ein Programm aufgesetzt, in der die Fraunhofer Gesellschaft Innovationen im Bereich Künstliche Intelligenz mit Startups entwickeln möchte. Mehr Informationen zur Bewerbung hier.