Bis zu 18.370 Firmen könnten von einer erneuten Verschlechterung der politischen Beziehungen zwischen dem Westen und Iran betroffen sein.

Karte mit Firmen, die Bezüge zum Iran haben

Firmen mit Iran-Bezügen in Deutschland sind in Großstädten und exportorientierten Regionen ansässig.

Seit dem 8. Mai 2018 wird deutlich, dass der politische Konflikt zwischen den USA und dem Iran auch die Handelsbeziehungen deutscher Firmen mit dem Iran gefährden könnte. Eine aktuelle Auswertung der Datenbestände zu den größeren 600.000 Firmen in Deutschland zeigt, das bis zu 18.370 Firmen öffentlich genannte Wirtschaftsbezüge zum Iran haben. Das Spektrum reicht von Anbietern mit Vertriebsniederlassungen, Einkäufern von Produkten des Irans bis hin zu Spediteuren, die Güter in den Iran transportieren können.

Überproportional stark könnten von Iran-Sanktionen mittelgroße Firmen betroffen sein. Deren Anteil an potenziell gefährdeten Unternehmen liegt mit 2.039 Treffern und 14,14 Prozent in der Stichprobe etwa doppelt so hoch wie in der analysierten Grundgesamtheit. Aber auch Großunternehmen haben Wirtschaftsbeziehungen zum Iran aufgebaut, mit der genutzten Methodik finden sich dazu 579 Großunternehmen in Deutschland.

Beispielhafte Firmen mit Bezug zum Iran
5.454 Firmen zu Iran aus der Branche Großhandel
1.094 Firmen zu Iran aus der Branche Maschinenbau
215 Firmen zu Iran aus der Branche Transport

Ansicht von Branchen, die von Sanktionen betroffen werden

Der exportorientierte Großhandel und das Transportwesen sind besonders betroffen.

Neben bestimmten Branchen könnten auch spezifische Regionen besonders betroffen sein. Die Bundesweite Verteilung der Firmen mit Iran-Bezug legt nahe, dass vor allem urbane Ballungszentren stark von einer negativen Entwicklung in den Beziehungen mit dem Iran betroffen sein könnten. Entsprechend ist die Dichte an einschlägigen Firmen in den Großstädten Berlin, Hamburg und München sowie dem Ruhrgebiet am größten. Interessant auch die Regionen außerhalb der Großstädte. Hier stechen Nürnberg, Bielefeld und Hannover heraus. Unerwartet scheint zudem die Finanzhochburg Frankfurt Standort für mehr potenzielle betroffene Firmen zu sein als  Stuttgart, eine Fokusregion der export-orientierten Automobil-Hersteller und Maschinenbauer.

Möchten Sie selbst erkunden, welche Firmen aus Ihrer Region oder Branche eventuell unter einer Zuspitzung dieses  dem internationalen Konfliktes leiden könnten? Mit dem kostenlosen Angebot Companies and Markets können Sie einfach recherchieren, welche dieser  Firmen einen Verweis auf den Iran in der Webseite oder im Firmennamen tragen. Haben Sie Fragen zur Analyse? Dann erreichen Sie uns über hello@implisense.com am einfachsten.